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Wasserhaltung
Wasserhaltung
Ein großer Teil der neuen Stadtbahn wird unterhalb des Grundwasserspiegels gebaut. Um das Grundwasser aus dem Baubereich herauszuhalten werden - je nach gegebenen Randbedingungen - verschiedene Verfahren eingesetzt:

Im Rahmen der Grundwasserabsenkung wird der Bau in einer trockenen Baugrube durch Abpumpen des Wassers gewährleistet. Hier kommen zwei verschiedene Verfahren zum Einsatz. Für die "Tertiärwasserhaltung" werden zunächst Baugrubenwände bis in die Tertiär genannte Erdschicht gebaut. Diese besteht aus Fein- bis Mittelsand, Ton und Braunkohle und ist dadurch so kompakt, dass sie üblicherweise kaum Grundwasser führt. Sind die Wände gebaut, kann das Grundwasser innerhalb der Grube abgepumpt und das Erdreich ausgehoben werden.

Bei der "Quartärwasserhaltung" werden Wände gebaut, die bereits im höher liegenden Quartär enden, das aus Sand und Kies besteht. Die Fließgeschwindigkeit des Wassers ist hier höher als im Tertiär. Das Wasser wird außerhalb der Baugrube abgepumpt. Hierdurch entsteht ein "Absenktrichter", durch den der Bereich trocken gelegt wird. Die Quartärwasserhaltung kann zum Beispiel dort angewandt werden, wo das Wasser nicht tiefer abgesenkt wird, als es den natürlichen Schwankungen entspricht.