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Stadtentwicklung
Köln in spätrömischer Zeit
Die Reform Diokletians (284-305) machte Köln zur Hauptstadt der Provinz Germania secunda.
Unter Kaiser Konstantin d. Gr. (306-337) wurde 315 auf dem rechten Rheinufer gegenüber der römischen Stadt das Kastell Divitia-Deutz als militärischer Brückenkopf gegründet.

Die ehemalige Kölner Insel im Bereich der heutigen Altstadt wurde, nachdem man die alte Rheinrinne seit dem 2. Jahrhundert n.Chr. als Hafen aufgegeben hatte, durch systematische Anschüttungen von Erde, Zivilisations- abfällen und Bauschutt landfest.

Schenkelmauern zwischen der römischen Stadtmauer und dem Rheinufer sicherten das Areal im Norden auf Höhe des Doms und im Süden auf Höhe der Malzmühle. Die bislang dem 10. Jahrhundert zugeschriebene erste Stadterweiterung ist ein Ergebnis der spätrömischen Stadtentwicklung. Im Schutz der antiken Mauern entwickelte sich ohne erkennbare Unterbrechung in der Besiedlung die frühmittelalterliche Handels- und Handwerkerniederlassung nahe dem erzbischöflichen Palast.