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Stadtentwicklung
Das römische Köln im 1. bis 3. Jahrhundert n.Chr.
Wahrscheinlich in den Jahren 19/18 v.Chr. gründet der römische Feldherr Agrippa, Schwiegersohn des Kaisers Augustus (27 v.Chr.-14 n.Chr.) auf dem hochwasserfreien Geländeschild der Kölner Altstadt das oppidum Ubiorum für den umgesiedelten germanischen Stamm der Ubier.

Auf Wunsch der Kaiserin Agrippina (15-59 n.Chr.) erhält das Oppidum im Jahre 50 n.Chr. den Status einer colonia italischen Rechts und den Namen Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA). Unter Kaiser Domitian (81-96 n.Chr.) wird Köln zur Hauptstadt der neu eingerichteten Provinz Germania inferior.

Seit der Mitte des 1. Jahrhunderts n.Chr. besaß Köln ein 97 Hektar großes ummauertes Stadtareal, das durch ein entwickeltes System von Trinkwasserleitungen und Abwasser- sammlern erschlossen war. Entlang der Rheinfront standen monumentale öffentliche Gebäude, darunter das Praetorium (Palast des Statthalters) und mehrere Tempelanlagen sowie der Forumsbezirk. Zwischen der östlichen Stadtmauer und einer vorgelagerten Rheininsel lag der Hafen der römischen Stadt in einer Nebenrinne des Stroms.

Vor den Toren der römischen Stadt lagen Vorstädte mit Wohn- und Gewerbebebauung. Die Friedhöfe erstreckten sich außerhalb der Mauern entlang der Fernstraßen nach Norden, Westen und Süden.