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Ausgrabungen
Kartäuserhof
Haltestelle Kartäuserhof
Die Haltestelle ‚Kartäuserhof' liegt auf der antiken Fernstraße nach Bonn. Beiderseits des antiken Straßendamms hat die römische Bevölkerung der Stadt Köln vom 1. zum 4. Jahrhundert n.Chr. ihre Verstorbenen beigesetzt. Auch in der Spätantike und im frühen Mittelalter (5.-8. Jahrhundert n.Chr.) gehörte das Gelände nahe einer spätrömischen Kapelle (cella memoria) und einer späteren merowingerzeitlichen Begräbniskirche (Coemeterialkirche) als Vorgänger der heutigen Pfarrkirche St. Severin zu den bedeutendsten Bestattungsplätzen der Stadt (das Melaten des Frümittelalters).

Zu beiden Seiten der Straße entstand seit dem Hochmittelalter eine geschlossene Straßenrandbebauung. Die Fundamente und Keller der Häuser auf der Westseite der Severinstraße gründen circa vier Meter östlich der modernen Bebauung. Im Boden haben sich Fundamente dieser älteren Häuser erhalten. Hofseits schlossen sich ausgedehnte Wirtschaftsflächen an, auf denen der Severinsstift als wichtigster Grundherr im Süden der Stadt vor allem Wein anbaute. Nach der Säkularisation des Severinsstiftes 1802 und der Verkehrserschließung des ‚Severinsviertels' als Folge der Industrialisierung wurden nach der Mitte des 19. Jahrhunderts Straßenabzweige von der Severinstraße ausgesteckt.