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Ausgrabungen
Heumarkt
Haltestelle Heumarkt
Die Haltestelle Heumarkt liegt im Südosten der römischen Stadt. Die circa 5300 Quadratmeter große Baugrube verteilt sich über vier Baublöcke (Insulae) der Colonia Claudia Ara Agrippinensium. Sie reicht vom Cardo maximus (Hohe Straße) im Westen bis zur römischen Stadtmauer im Osten (Höhe Martinstraße / Lichhof). Mittig verläuft eine östliche Parallelstraße Richtung Cardo durch die Baugrube, außerdem eine Straße in Ost-West- Richtung. Im Norden zieht einer der Hauptabwasser- sammler des römischen Abwassersystems von West nach Ost durch die Baugrube. Parallel hierzu verläuft auf Höhe der Pipinstraße ein weiterer Abwasserkanal. Zu beiden Kanalsystemen gehören Nord-Süd ausgerichtete Zubringer. Die beiden westlichen Quartiere wurden allem Anschein nach von Wohn- und Geschäftshäusern geprägt, zum Teil mit qualitätvoller Bauausstattung. Östlich davon, unmittelbar vor der Stadtmauer, erhoben sich auf dem durch Hangstützmauern stabilisierten und terrassierten Hanggelände eindrucksvolle öffentliche Großbauten (Podiumstempel).
Aus dem Frühmittelalter verweisen Einzelfunde auf merowinger- und karolingerzeitliche Besiedlung. Im hohen und späten Mittelalter gehörte die Baufläche zu den dicht bebauten Pfarreien St. Alban und Klein St. Martin. Im Westen und im Zentrum der Baugrube sind Fundamente des Augustinerklosters (gegründet Mitte des 13. Jahrhunderts) zu erwarten. Der Süden der Baugrube greift in die Immunität der ehemaligen Stiftskirche St. Maria im Kapitol aus. Der äußerste Osten der Baugrube erreicht den alten Kirchfriedhof von Klein St. Martin.